Wie kann ich meine PV-Anlage finanzieren?

Wie kann ich meine PV-Anlage finanzieren?

Prinzipiell ist die Finanzierung von Solaranlagen durch Banken und Kreditinstitute gut darstellbar. Je nach Projekt, Bonität und Art der Finanzierung sind dabei Fremdkapitalquoten zwischen 75% und 90 % üblich. In manchen Fällen ist sogar eine Vollfinanzierung des Projekts möglich, also eine Finanzierung mit 100% Fremdkapital und vollkommen ohne Eigenkapital.
 

Für die Banken (wie auch für die Betreiber) ist die Finanzierung ein interessantes, weil vergleichsweise risikoarmes Geschäft. Durch die gesetzlich fixe und garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre lässt sich die Liquiditäts- und Rentabilitätssituation über die Lebensdauer der Anlagen relativ sicher prognostizieren. Somit hat die Bank bei entsprechenden Finanzierungskonditionen eine im Vergleich zu Finanzierungen in anderen Branchen oder Bereichen hohe Sicherheit, dass der Schuldendienst (Summe aus Zins und Tilgung) pünktlich gezahlt wird.

Als Standard für die Finanzierung von Solaranlagen haben sich in Deutschland die Finanzierungsprogramme der bundeseigenen Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) etabliert. Diese bieten vom Staat geförderte, zinssubventionierte Darlehen an (www.kfw.de).
 

Bei größeren Solarprojekten, insbesondere bei Freiflächenanlagen wird die Finanzierung häufig als reine Projektfinanzierung dargestellt. Diese sogenannten „non-recourse-Finanzierungen“ sind Finanzierungen, bei denen die Haftung des Kreditnehmers auf die Solaranlage selber sowie die Zahlungsströme des Projekts beschränkt ist. Der Kreditnehmer haftet gegenüber der Bank also nicht mehr mit seinem vollen Vermögen. Der Bank wird dann als ‚Sicherheit‘ die Solaranlage sicherungsübereignet. Für den Fall, dass Zins und Tilgung vom Kreditnehmer nicht mehr gezahlt werden können, kann die Bank also nur auf die Solaranlage zurückgreifen (und sie z.B. verwerten), nicht aber auf das Privatvermögen des dahinter stehenden Betreibers. Im Gegenzug haben solche non-recourse Finanzierungen etwas schlechtere Kreditkonditionen aus der Sicht des Darlehensnehmers. Dies kann u.a. bedeuteten, dass hier kürzere Darlehenslaufzeiten bewilligt werden, höhere Risikoaufschläge auf den Kreditzins berechnet und/oder ein höherer Eigenkapitalanteil gefordert wird als bei ‚herkömmlichen‘ Finanzierungen.